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Interview mit Tanja Corbach, Bildende Künstlerin

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Du hast letztes Jahr ein Projekt in Köln gemacht. Ja, Anfang 2017 habe ich für die GAG, eine große Wohnungsbaugesellschaft in Köln, ein Beteiligungs-Projekt in Köln-Buchheim mit knapp 100 mitwirkenden Bürgern/innen ausgeführt. Es ging um die Gestaltung der Außenwände einer im Lebensraum sehr präsenten Blockgarage. Vonseiten der GAG gibt es eine große Aufmerksamkeit, was das Einbinden der Bewohner/innen angeht. Sie haben ein großes Bewusstsein dafür, wie wichtig der soziale Aspekt für diese Quartiere ist. Für mich war das Spannende an diesem Projekt, dass es ganz offen angelegt war. Das heißt, es konnten über 4 Tage sämtliche Bewohner/innen mitmachen. 
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Beginenhof eG in Köln, ein Interview mit Christine Müthrath.

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Würdest du sagen, dass alle, die so ein Wohnprojekt planen, den Kostenfaktor für eine Projektbegleitung nicht scheuen sollten?

Auf jeden Fall. Es kommt natürlich drauf an. Wenn es eine Gruppe gibt mit Menschen, die etwas vom Bauen verstehen und die geschult sind... aber allgemeine Fähigkeiten allein reichen nicht, man braucht mehr, man braucht Menschen, die Kompetenzen diesbezüglich mitbringen. Projekte des sogenannten „Anderen Wohnens“ sind ein neuer, umfassender Kompetenzbereich. So ein Projekt erträgt es nicht, dass erst noch lange Kompetenzen entwickelt werden, die müssen schon da sein, glaube ich. Wir haben auch viel gelernt, aber es braucht jemanden, zumindest in der Anfangsphase, der vernetzt ist und Verhandlungstechniken zur Verfügung hat und auch immer wieder die Gruppe motivieren kann. Denn es gab auch immer mal wieder Durststrecken. Ich finde professionelle Projektbegleitung sehr wichtig.



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Die GAG Immobilien AG in Köln und Gemeinschaftliche Wohnprojekte

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Im Januar 2018 habe ich mich zum Interview mit Sabine Seitz getroffen, Referentin für neue Wohnformen, Soazialmanagment der GAG Immobilien AG in Köln.
Unter anderem habe ich sie gefragt:
Was muss eine Gruppe bieten, um für die GAG interessant zu sein? Was erwarten Sie von einer Gruppe?
Sabine Seitz: Also ich muss bei einem Gespräch das Gefühl haben, dass sie genau wissen, was sie wollen und auch starke Persönlichkeiten an der Front haben.

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Marion Volkmar

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Ein Auszug aus dem Interview mit Marion Volkmar von der Genossenschaft in Gründung "Hof der Familie" in Köln-Rondorf.
"Wir hatten mit unserem Berater schon einmal einen Workshop zur Finanzplanung gemacht, und da sind die verschiedenen Dinge, die man berücksichtigen muss, besprochen worden. Wir wissen ja auch noch nicht, wie viel wir für das Grundstück zahlen müssen und wie hoch letztendlich die Baukosten sind, das ist alles noch offen.
Das alles noch nicht zu wissen ist aber offensichtlich kein Hinderungsgrund, die Genossenschaft zu gründen.
Nein. Das sind wir umgangen, indem wir sagen, diese Summen legt die Mitgliederversammlung fest."
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Heide Wroblewski

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Im November 2017 habe ich Heide Wroblewski in Karlsruhe in ihrem Wohnprojekt besucht und ein Interview mit ihr gemacht. Unter anderem sagt Heide:
"Gemeinschaftsleben geht nicht ohne Räume, wo man sich treffen kann. Von Anfang an war klar, dass, wer hier einziehen möchte, zu der Wohnung, die er nehmen wird, sei es nun in Eigentum, in der Genossenschaft oder als Mieter, 5 Prozent der Entstehungskosten der Wohnung zusätzlich zahlen muss für die Gemeinschaftsräume und die Gemeinschaftsgrünflächen."

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Eine Gemeinschaft kann zu einem egozentrischen System werden.

Die Interviews mit Männern und Frauen aus Gemeinschaftlichen WohnprojektGruppen führen zu Erkenntnissen, die ich so nicht erwartet hatte. Eine dieser Erkenntnisse ist, dass eine Gruppe, die Gemeinschaft anstrebt, ein egozentrisches System entwickeln kann. Egozentrik verbindet man gemeinhin mit einem einzelnen Menschen und nicht mit einer Gruppe von Menschen.
Ohne viel drüber nachgedacht zu haben, war ich davon ausgegangen, dass egozentrisches Verhalten in Gruppen abgebaut wird, abgebaut werden muss, weil der egozentrische Mensch sonst nicht klar kommt, wenn es um gemeinschaftliches Denken und Verhalten geht. Mir war überhaupt nicht klar, dass eine ganze Gruppe sich egozentrisch verhalten kann, und mich interessiert die Frage, wie es dazu kommen kann.
Bis jetzt habe ich lediglich Vermutungen. Ich werde ihnen nachgehen und von meinen Erfahrungen berichten.
Übrigens: Wikipedia definiert: Egozentrik (lateinischego „ich“ und centrum „Mittelpunkt“) bezeichnet die Eigenschaft des menschliche…

Wenn du schnell gehen willst, geh allein. Wenn du weit gehen willst, geh gemeinsam.

Sprichwort der Aborigines

Interview mit Joachim Kolboske

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Im Sommer 2017 war ich  zur Einweihungsfeier des Mehrgenerationen Wohnprojekts Lebensräume in Balancein Köln Ostheim eingeladen. Joachim Kolboske ist einer der Bewohner des Projekts, und wir kamen ins Gespräch. Dabei erfuhr ich, dass dies das 3. Wohnprojekt ist, in das er einzieht. Ich fragte ihn, ob er sich vorstellen kann, sich mit mir für ein Interview zu treffen. Mich interessierten seine Erfahrungen und die Schlüsse, die er daraus zieht. Joachim war gern bereit, sich mit mir zu treffen, und so kam ein langes Interview zustande, von dem ein Teil hier zu lesen ist.





Was ist eine ko-kreative Gemeinschaft?

Und was heißt eigentlich ko-kreativ?
Google antwortet mit vielen Hinweisen. Einer kommt von business-wissen.de und versammelt in einem einzigen Titel die drei Worte: kooperativ, kollaborativ und kokreativ. 
Alles Begriffe, die auf Miteinander hindeuten.
Hier der Artikel:
Erfolgsturbo im Wissenszeitalter - WIRtschaft heute: kooperativ, kollaborativ und kokreativ.Wettkampf als Standardmodus. Silodenken statt neuer Spielräume. Was uns bis hierher gebracht hat, bringt uns im neuen Zeitalter der Wissensgesellschaft nicht weiter! Kooperation statt Konkurrenz lautet die neue Devise. Der kokreative Austausch mit anderen ist der Erfolgsfaktor der Zukunft – und schafft ganz nebenbei ein besseres Arbeitsklima. Besonders wichtig dabei: ein neues Mindset. Wissen teilen. Unterschiedliche Perspektiven nutzen. Diversität leben. Und gemeinsam gewinnen.
Hierarchische Strukturen, ergebnisorientierte Karrierepfade, konkurrierende Zielvereinbarungen und der Kampf um Budgets oder Leistungszulagen laden dazu…

Bettina Noesser von STADTRAUM 5und4

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Wie findest du den Ansatz, dass die privaten Wohnflächen in einem gemeinschaftlichen Wohnprojekt kleiner gehalten werden zugunsten der Gemeinschaftsflächen?
Das finde ich sehr wesentlich. Das Ökologische im Sinne von Energiesparen ist ja allen klar, was nicht heißt, dass es überall schon umgesetzt ist, aber das ist irgendwie Standard. Das Thema der jetzigen Zeit in Bauprojekten, und insbesondere auch bei gemeinschaftlichen Projekten, ist die Suffizienz.
… entschuldige, wenn ich dich unterbreche, aber kannst du bitte erklären, was mit Suffizienz gemeint ist?
Suffizienz heißt ungefähr: es genügt. Es gibt keinen richtig guten deutschen Begriff dafür. Eher die Frage: Was brauche ich wirklich, was genügt? 
Mehr über Suffizienz im Interview mit Bettina Noesser von STADTRAUM 5und4